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Windpark Schlaiten, Wirtschaftlichkeit

Bei uns geht überhaupt kein Wind! Die Betreiber verdienen jährlich 100 bis 500 Millionen Euro! Das erste Argument klärt die Windmessung und das zweite Argument wäre zwar erfreulich, ist aber rechnerisch ziemlich daneben.

Die Wirtschaftlichkeit:

Das erste Argument: "Bei uns geht überhaupt gar kein Wind!" war wohl eine kleine „Notlüge“ einiger Angstgegner bei der ersten Infoveranstaltung. Ein etwas schräger Einschüchterungsversuch, der weder die Projektbetreiber noch die Befürworter beindruckt hat. Die Wahrheit wird wohl nur eine Windmessung liefern können.

Argument 2: „Die Firma verdient 500 Millionen Euro im Jahr. Die Windräder sind in einem Jahr abbezahlt und die Gemeinde lässt sich mit einem Butterbrot abspeisen!“ Auch diese Aussage ist wahrscheinlich einem Angstgegner zuzurechnen. Allerdings ist das logische Rechnen in diesem Beispiel etwas zu kurz gekommen oder es hat sich bei den Kommastellen ein Fehler eingeschlichen. Aber wer wird denn so genau nachrechnen?

Eine simple Rechnung mit den bekannten Fakten:
8 Anlagen mit je 6 MW liefern 48 MW pro Stunde
48 MW x 24 Stunden x 365 Tage = 420.480 MWh
420.480 MWh x 90 Euro pro MW = 37.843.200 Euro

Übrigens stünden mit dieser Wirtschaftlichkeitsberechnung auf unseren Bergen mit Sicherheit schon Hunderte Windräder. Die 8.760 Stunden im Jahr müssen wir wohl reduzieren auf max. 2.000 Volllaststunden – sonst wäre es bei uns ja nicht mehr auszuhalten, wenn der Wind rund um die Uhr bläst.

Dazu ein (vereinfachtes aber korrekteres) Rechenbeispiel für 1 Windrad: 

  • 1 Windrad mit 6 MW Leistung
  • 2.000 Volllaststunden - (Erfahrungswert)
  • Stromertrag: 6 MW x 2.000 h = 12.000 MWh/Jahr
  • Durchschnittlicher Stromerlös: 90 EUR/MWh
    • 12.000 MWh x 90 EUR/MWh = 1.080.000 EUR/Jahr Umsatz pro Windrad 
  • Durchschnittliche Betriebskosten: 25 EUR/MWh
    • 12.000 MWh x 25 EUR/MWh = 300.000 EUR/Jahr
  • Überschuss vor Steuern und Finanzierung:
    • 1.080.000 - 300.000 = 780.000 EUR
  • Durchschnittliche Investitionskosten pro Windrad = 10 Mio EUR
  • Einfache Amortisationszeit:
    • 10 Mio / 780.000 = 12,8 Jahre

Nach Abzug der Kosten für Finanzierung und Steuern liegt die Amortisation erfahrungsgemäß bei 15 Jahren.

Die vorliegende Berechnung lässt sich mit einigen Recherchen im Internet leicht überprüfen bzw. belegen - z.B. bei der Gemeinde Munderfing in Oberösterreich. Der Windpark Munderfing besteht aus 6 Anlagen mit einer Gesamtleistung von 19 MW. Die Anlage ist bereits 2014 in Betrieb gegangen, daher ist die Leistung pro Anlage geringer als beim Projekt Windpark Schlaiten. Die 6 Anlagen in Munderfing versorgen aktuell mit jährlich 40 Mio. kWh im Bezirk Braunau 13.000 Haushalte mit Strom (1/3 aller Haushalte im Bezirk Braunau). 

Vorstellung von ImWind: österreichischer Entwickler von Wind- und Solarenergie mit über 30 Jahren Erfahrung, rund 100 Mitarbeitenden und Schwerpunkt auf Projektentwicklung, Errichtung und Betrieb erneuerbarer Energieanlagen

Daten und Fakten

  • 8 Windenergieanlagen - zwischen 1480 und 1880 m Seehöhe 
  • 125 m Nabenhöhe - 150 m Rotordurchmesser - 200 m Gesamthöhe
  • 6 MW Leistung pro Anlage - 48 MW Gesamtleistung
  • rd. 22.000 Haushalte können mit Strom versorgt werden  
  • weitere Informationen auf: https://www.windpark-schlaiten.at/