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Windpark Schlaiten, rentabel auch ohne Marktprämie
Die Windenergie rechnet sich nie, sie kann nur durch die hohe EAG-Marktprämie überleben! Diese Aussage taucht immer wieder auf, wenn es darum geht, gegen die Windräder zu argumentieren. Hier die Fakten!

Was ist die Marktprämie?
Die EAG-Marktprämie zielt darauf ab, die Differenz zwischen den Produktionskosten von Strom aus erneuerbaren Quellen und dem durchschnittlichen Marktpreis für Strom für eine bestimmte Dauer – im EAG sind es 20 Jahre – auszugleichen. Sie wird als Zuschuss für vermarkteten und tatsächlich in das öffentliche Elektrizitätsnetz eingespeisten Strom aus erneuerbaren Quellen gewährt. Die Höhe der Marktprämie wird in Cent/kWh angegeben.
https://transparenzportal.gv.at/tdb/tp/leistung/1059336.html
Im Jahr 2025 betrugen die Gesamtvergütungen für Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen ca. 129 Millonen Euro netto. Der allergrößte Teil der Förderungen entfiel mit über 128 Millionen Euro auf Biomasse, Biogas und Photovoltaik.
Die geringste Förderung entfiel auf die Wasserkraft (revitalisierte Kleinanlagen) mit € 236.350,32 und auf die Windenergie mit € 243.717,41, da sich diese beiden Energiequellen wirtschaftlich fast ohne staatliche Förderung rechnen. Im Schnitt beträgt die Durchschnittsvergütung durch die EAG-Marktprämie 3,13 Cent/kWh. Die höchste Förderung gelangte mit 12,73 Cent/kWh für Biogas zur Auszahlung. Für die Windkraft wurde dagegen im Jahr 2025 eine äußerst bescheidene Vergütung in Höhe von 0,01 Cent/kWh ausbezahlt. Windenergie rechnet sich also auch ohne staatliche Förderungen, obwohl erbitterte Windkraftgegner und auch politische Parteien aus welchem Grund auch immer gebetsmühlenartig das Gegenteil behaupten.
Hier die Fakten von jener Stelle, die die Förderungen auszahlt: EAG-Marktprämie - OeMAG Website
Nachfolgend sind die Auflistungen der EAG-Marktprämie zu finden. Aus denen geht hervor, dass sich die Höhe der Prämie in den vergangenen 3 Jahren zwischen + 0,57 Cent/kWh und - 0,25 Cent/kWh bewegt hat. Diese Beträge werden über einen bestimmten Zeitraum ausgeglichen. Dadurch ergab sich für das Jahr 2025 lediglich eine Förderung von 0,01 Cent/kWh. Dies würde z.B. für den Windpark Schlaiten eine Jahresförderung von 9.600 Euro ergeben - eine bescheidene Summe für die Lieferung von erneuerbarer Energie für 22.000 Haushalte.
Für die folgenden Vergleiche noch einmal zur Erinnerung:
Eine Anlage mit 6 MW liefert bei 2.000 Volllaststunden pro Jahr 12.000 MWh
Der Windpark Schlaiten mit 8 WK-Anlagen liefert somit eine Energie von 96.000 MWh/Jahr
Flächenvergleich mit PV-Anlagen
Wie groß müsste die Fläche an PV-Anlagen sein, um die gleiche Energieleistung zu erzeugen?
Nach derzeitigem Stand der Technik kann eine PV-Fläche von 5,1 m2 eine Jahresleistung von 1 MW erzeugen. Folglich bräuchten wir für eine Energieerzeugung von 96.000 MWh eine PV-Fläche von fast 500.000 m2. Jeder Haushalt in Schlaiten müsste somit eine PV-Anlage im Ausmaß von 2.500 m2 installieren - am Hausdach, im Garten, im Feld, oder im Wald. Das wäre weder realistisch noch landschaftlich vertretbar.
192 Kleinwasserkraftanlagen für den Windpark Schlaiten
Immer wieder taucht das Argument der weiteren Nutzung der Wasserkraft in Tirol auf. Die zusätzliche Nutzung der Wasserkraft am Göriachbach, Michelbach und Kraßbach wäre zwar ideal, aber nicht realistisch und kann trotzdem hinsichtlich der Energiegewinnung nicht annähernd mit der Windkraft Schritt halten. Zum Beispiel liefert die 50 kW-Kleinanlage am Schlaitenbach derzeit jährlich ca. 500.000 kW. Es bräuchte also 192 solcher Kleinwasserkraftwerke, um die Energie von 96.000 MW zu erzeugen.







