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Windpark Schlaiten, Mikroplastik - andere Gifte

Bis jetzt wussten wir nicht was BPA ist, obwohl es in jeder Trinkflasche und sogar im Babyschnuller vorhanden ist. Nach einer Übergangsfrist wird ab 20. Juli 2026 dieses Bisphenol A weder im Lebensmittelbereich noch bei Windrädern Verwendung finden.

Kreisdiagramm zu Mikroplastikquellen: Straßenverkehr 53,7 %, Abfallentsorgung 10,5 %, Schuhsohlen 3,8 %, Textilwäsche 2,7 %, Windräder 0,6 % und Sonstiges 28,7 %

Was ist Bisphenol A (BPA)?

BPA ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Diphenylmethan-Derivate und eines der Bisphenole. Es wird synthetisch hergestellt und ist Bestandteil vieler Produkte des täglichen Gebrauchs wie Plastikflaschen, Plastikspielzeug, Thermopapier, der Auskleidung von Konservendosen, Bodenbeschichtungen aus Epoxidharz uvm.
Die ECHA (European Chemicals Agency) hat Bisphenol A 2017 als „besonders besorgniserregenden Stoff“ eingestuft.
Im Dezember 2024 hat die EU-Kommission ein Verbot von Bisphenol A in Lebensmittelkontaktmaterialien beschlossen. Nach einer Übergangsfrist bis 20. Juli 2026 darf BPA nicht mehr in Verpackungen und Konsumgütern verwendet werden, die mit Lebensmitteln in Berührung kommen. (Wikipedia)

Alle Beschichtungshersteller geben an: Bei der Herstellung der Polyurethan-Beschichtung von Rotorblättern wird bereits jetzt kein Bisphenol A mehr verwendet.
Ab 20. Juli 2026 darf es auch nicht mehr in Verpackungen und damit in der Lebensmittelindustrie verwendet werden.

Jetzt, wo wir unsere Kinder mit besorgniserregend giftigem Schnuller, Kinderspielzeug und krebserregenden Trinkflaschen großgezogen haben, wollen wir Erwachsene uns im Protest gegen Windräder verwirklichen, in denen dieses Bisphenol A bereits vor der Lebensmittelindustrie eliminiert wurde.

Im Rahmen der Projektvorstellung unseres Windparks Schlaiten wurde ein Handzettel mit folgendem Text verteilt: „….. Bei 8 Windkraftanlagen werden somit jährlich fast 1 Tonne hochgiftiges Material auf und über Schlaiten durchs Iseltal geblasen!!! …..“
In einer niederländischen Studie (RoyalHaskoningDHV, 2023) wird die Freisetzung von BPA mit 0,2 - 2 g pro Jahr und Windrad angegeben. Da BPA von den Windradherstellern nicht mehr verwendet wird, ist diese Debatte eigentlich überflüssig.
Dass ein Abrieb auch wie bei jedem anderen Gegenstand (Kraftfahrzeug, Schiff, Flugzeug) stattfindet, ist unbestritten. Die Firma ImWind gibt den gesamten Abrieb mit 24 – 150 g pro Jahr und Windrad an und die Anlagen-Hersteller arbeiten kontinuierlich an neuen Beschichtungen und Materialien, um den Abrieb weiter zu minimieren.

Was ist Mikroplastik?
Mikroplastik sind Kunststoffpartikel, bestehend aus unterschiedlichen Kunststoffarten, die kleiner als fünf Millimeter und somit für das bloße Auge kaum zu erkennen sind. Sie entstehen durch den Zerfall oder Abrieb größerer Plastikprodukte, etwa Plastikflaschen, Autoreifen, Schuhsohlen, in unserer Textilwäsche, in Reinigungstüchern usw.
Mikroplastik wird auch direkt in Produkten wie Kosmetika oder Reinigungsmitteln eingesetzt.
Mikroplastik ist überall: In unseren Flüssen und Meeren, in der Luft, die wir atmen, und sogar in unserem Körper. Zum Beispiel enthalten fast alle Teebeutel zu Kräutertees Mikroplastik, das über das Teewasser in den Körper gelangen kann.

Die Verursacher von Mikroplastik sind:
53,7 % Straßenverkehr
10,5 % Abfallentsorgung
3,8 % Schuhsohlen
2,7 % Textilwäsche
0,6 % Windräder
28,7 % Sonstige Quellen

Die Windanlagen-Hersteller wissen, dass sie die Verfahren beim Beschichten trotzdem ständig weiterentwickeln müssen, um den Abrieb weiter zu minimieren.

Reifenabrieb als einer der größten Verursacher von Mikroplastik
Laut ADAC sind Autoreifen die größte Einzelquelle für Mikroplastik. Jeder Bürger – vom Säugling bis zu Greis ist Mitverursacher mit 1,2 kg Reifenabrieb pro Jahr Mitverursacher von Mikroplastik.

Vielleicht fangen wir mit dem Minimieren von Mikroplastik bei uns selber an: z.B. bei der Kleidung, bei den Kosmektikprodukten oder bei der Abfallentsorgung.

Mit Kanonen auf Spatzen zu schießen erzeugt unnötig viel Lärm, Stress und Unfrieden.

Übrigens wird bereits an einem neuen Aufbau von Rotorblättern mit geeigneten Naturfaser-Werkstoffen wie Flachs, Balsaholz und Paulownia geforscht und die Belastbarkeit getestet. In den kommenden zwei Jahren soll ein Prototyp für Kleinwindanlagen entstehen, also ein Rotorblatt für eine Rotorfläche unter 200 m2. Damit wollen die Hersteller zeigen, dass nachhaltige Rotorblätter aus Flachsfasern und anderen nachwachsenden Rohstoffen sämtliche technischen Anforderungen erfüllen können.