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Windpark Schlaiten, Flächenbedarf u. Wegenetz
Autobahn auf die Göriacher Alm? Unglaublicher Flächenbedarf? Massenhaft Waldrodungen? Eine sachliche Aufarbeitung der zahlreiche Mythen, die sofort nach Projekt-Veröffentlichung in Umlauf gebracht wurden.

Der unglaubliche Flächenbedarf bei den Windkraftanlagen wird oft zum Thema gemacht.
Die permanent versiegelte Fläche beträgt ca. 23 Meter im Durchmesser bzw. ca. 400 m2. Der Kran benötigt eine Fläche von ca. 2000 m2 (Schotter). Insgesamt also eine Fläche von max. 2.500 m2.
Wenn man mit dem Auto gelegentlich wieder einmal über die Bundesstraße durch das Unterinntal in unsere Landeshauptstadt fährt, so kann man (idealerweise der Beifahrer 😉) mit einer Strichliste die neuen Industriegebäude zählen, die man bei der letzten Fahrt noch nicht gesehen hat. Und jede einzelne dieser neuen Firmen hat mehr Boden dauerhaft versiegelt als eine Windkraftanlage. Übrigens ist auch unser Lienzer Talboden von diesem „Flächenfraß“ betroffen.
Und noch mehr Ironie ist zu verspüren, wenn auf einer versiegelten Fläche von 400 m2 jährlich ca. 12.000 MWh erneuerbare Energie für ca. 2.700 Haushalte oder für eine Vielzahl an neu entstandenen Firmen erzeugt wird. Die vielen neuen Firmen in den Industriezonen mit Tausenden Quadratmetern an versiegelten Flächen und einem enormen Energieverbrauch sind in der Öffentlichkeit sehr willkommen. Andererseits werden den Windrädern, die nur dazu da sind, um über Jahrzehnte saubere Energie zu produzieren, ein zu hoher Flächenbedarf angelastet.
Rodungen: Die 8 Standorte wurde so gewählt, dass möglichst wenige Waldflächen betroffen sind. Bei einzelnen Windkraft-Anlagen ist natürlich eine Rodung erforderlich. Sämtliche damit verbundenen Kosten werden selbstverständlich abgegolten.Der jährliche Zuwachs an Waldfläche beträgt in Österreich 3.400 Hektar. Trotz großer Schadholzereignisse der letzten Jahre und einiger kleiner Rodungsflächen wird sich die Waldflächenbilanz in unserer Gemeinde nicht merklich verändern.
Zuwegung und Transport: Es werden keine Autobahnen gebaut! Der Projektant hat bereits im Vorfeld die Straßen und Wege vorbegutachtet. Die bestehenden Weganlagen sind hinsichtlich Beschaffenheit und Breite fast überall ausreichend. Für das gesamte Wegenetz inkl. Stützmauern und die unmittelbar angrenzenden Gebäude wird vor Beginn der Bauarbeiten eine Beweissicherung durchgeführt. Einzelne Abschnitte müssen bereits im Vorfeld adaptiert werden. Nach Abschluss der Bauarbeiten werden die entstandenen Schäden sachgemäß behoben, bzw. vergütet.
Einzelne Abschnitte sind durchaus herausfordernd. Ob die Zuwegung schließlich möglich ist, werden erst die Detailergebnisse einer „Road-Study“ zeigen. Diese könnte genauso ein ko-Kriterium sein wie die Windmessung.
Für die Dauer des Betriebes der Windkraftanlagen wird die Firma ImWind natürlich auch die Kosten übernehmen, die durch die Wegbenützung entstehen, bzw. entstandene Schäden auf eigene Kosten instand setzen lassen. Auch eine allfällige Schneeräumung der Waldwege geht zu Lasten des Betreibers.



