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Windpark Schlaiten, Belastungen in der Bauphase

Fundamente mit 22 – 24 m Durchmesser, 800 m³ Beton, 90 Tonnen Stahl usw. Wie intensiv werden diese zwei Bausaisonen? Wie viele LKW-Transporte fahren durch unser Dorf? Ein Vergleich mit unserem bisherigen „normalen“ Baustellenverkehr.

Eines der großen Themen wird der zusätzliche Verkehr in der Bauphase sein.
Für ein einziges Fundament werden zwischen 700 und 900 m3 Beton und zusätzlich 80 bis 100 Tonnen Stahl benötigt. Das sind zwischen 130 und 150 LKW-Anlieferungen. Da jedes einzelne Fundament durchgehend betoniert werden muss, ist an solchen Tagen mit 15 bis 20 LKW-Lieferungen pro Stunde zu rechen.
Es ist zugegebenermaßen eine enorme Belastung für die Anrainer. Allerdings gelten diese Spitzenbelastungen nur für 8 Tage bei der Errichtung der Fundamente. Für die übrigen Arbeiten wie z.B. Adaptierung vom Wegenetz, Vorbereitung der Stellflächen, etc. ist mit einem „normalen“ Baustellenverkehr zu rechnen – normal wie unsere bisher üblichen Straßensanierungen und sonstigen Baustellen.

Unsere Baustellentransporte
Baustellen im Zuge von Straßensanierungen hatte die Gemeinde in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten zur Genüge: Göriacher Straße, Kraßweg, Dabererweg, Gassserweg, Plattnerweg, Wölfeleweg, Hofzufahrten Innergonig, Gridling, Göriachgruber, Untertschellnig, Obertschellnig, usw.
Für die Generalsanierung eines 500 Meter langen Abschnittes einer Gemeindestraße rechnet man mit 250 bis 300 LKW-Anlieferungen.
In den vergangenen zwei Jahrzehnten hatten wir über ein Dutzend solcher Sanierungsabschnitte und zusätzlich viele Kilometer Baustellen mit Kanal, Wasserleitung und Glasfaser.

Unsere Holztransporte
Von 2022 bis 2025 wurden ca. 84.000 fm Rundholz durch unser Dorf abgeliefert.
Das entspricht jährlich 21.000 Festmeter oder 1.750 LKW-Fuhren (Solo). Unter Berücksichtigung der Fahrten mit Anhänger werden es immerhin noch ca. 1.200 LKW-Fahrten pro Jahr sein.

Unser Tagesverkehr
Im Jahre 2011 hat die Landesstraßenverwaltung eine Verkehrszählung in Schlaiten im Ortszentrum durchgeführt. Vom 02.05. bis 08.05. wurden 2.835 Fahrzeuge gezählt. Das entspricht somit einem Schnitt von 405 Fahrzeugen täglich oder nahezu 150.000 Fahrzeugen jährlich. Auch dieser hausgemachte Verkehr wird sich in den vergangenen 15 Jahren nicht reduziert haben.

Resümee
Wir haben diese Mehrbelastungen durch die Holzabfuhr und die vielen Baustellen in den vergangenen Jahren ohne größeren Schaden oder Tumult hinter uns gebracht. Der Mehrwert wurde von der gesamten Bevölkerung erkannt. Im Dorf wurde diese Verkehrsbelastung bisher stets geduldet, obwohl die LKW lediglich für eine „private“ Hofzufahrt unterwegs waren oder die Holzabfuhr lediglich dem Nutzen der Waldbesitzer diente.
Die „America first“-Mentalität sollte sich bei uns noch nicht so weit ausgebreitet haben, dass wir nicht mehr über den Tellerrand hinausschauen können und wollen.
Es sollte daher möglich sein, dass wir zwei intensive Bausaisonen mit dem Bau der Windkraft-Anlagen aushalten, wenn wir an unsere Energiezukunft und auch an den Mehrwert für die Gemeinde denken, der schließlich wieder allen Bürgerinnen und Bürgern auf lange Sicht zugute kommt.